EinstellfahrtLiebe Motorsportfreunde
Der Termin für die Einstellfahrt in Oschersleben ändert sich. Neuer Termin wird hier zeitnah eingestellt. Wir Bitten um Nachsicht.

Jugendarbeit in der DHMOhne Unterstützung funktioniert nichts. Ein Stefan Bradl wäre nicht Weltmeister geworden, wenn ihn das Kiefer Racing Team nicht unterstützt hätte. Wöchentlich kann man im Fernsehen sehen, welch ein immenser Personal und Materialaufwand betrieben wird, um das Ziel des Weltmeisters zu erreichen. Auch der Umstieg in die Motor GP bedarf viel Unterstützung, damit sich unser deutscher Fahrer in der Königsklasse etablieren wird.
Ohne finanzielle Unterstützung ist die Förderung von Nachwuchsfahrern noch schwieriger und oftmals kaum möglich, wenn sich nicht Personen uneigennützig dafür engagieren. Im historischen Motorsport des VFV hat die Zukunft begonnen, was alle Fahrer der DHM 2012 unterstützen werden.
Drei Teilnehmer der DHM haben im Jahr 2011 drei unterschiedliche Projekte begonnen, die alle das gemeinsame Ziel haben, Jugendliche in die historische Motorsporttechnik einzuführen und auf die DHM-Saison 2012 vorzubereiten.
Das erste Projekt ist die Jugendnachwuchsförderung von Klaus Marquardt aus Michelstadt. Aus der Freude, mit jungen Leuten zusammen zu arbeiten, kam bei Klaus Marquardt die Idee zusammen mit Jugendlichen ein Renngespann aufzubauen und bei Gleichmäßigkeitsläufen des VFV einzusetzen. In Zusammenarbeit mit der ortsansässigen Schule fanden sich sieben Jugendliche, die für das Projekt gewonnen werden konnten. Erstmals beim „Historischen Preis der Stadt Metz“ durften die Jugendlichen Eindrücke im historischen Motorsport sammeln. Schnell erklärten sich die Gespannfahrer in Metz bereit, mit den Jugendlichen ein paar Runden auf der Rennstrecke zu drehen, um ihnen das Gefühl von Rennstrecke und Motorradgespann zu vermitteln. Die Begeisterung war den Jugendlichen sofort anzumerken.
Klaus Marquardt kümmerte sich daraufhin um die Förderung des Projekts und begeisterte sein Umfeld. Die Sparkasse in Michelstadt und der Oberbürgermeister versprachen sofort das Projekt zu unterstützen. Schnell war dann auch ein passendes Restaurierungsobjekt gefunden. Dieter Wandelt stellte sein von ihm selbst in früheren Jahren in der DHM bewegtes BMW Gespann, zur Umsetzung des Objekts zur Verfügung. Es handelt sich hierbei um eine BMW R51/3 die als Solomotorrad 1955 mit Straßenzulassung gefahren wurde. In den 60er Jahren wurde das Motorrad zu einem Kneeler Renngespann umgebaut und seit Ende der 60er Jahre im Renneinsatz bei den zu der Zeit stattfindenden Rennveranstaltungen eingesetzt. Das Gespann wird mit einem neuen Motor ausgestattet und komplett überarbeitet um sicher an Motorsportveranstaltungen teilnehmen zu können. Im Sommer 2011 erfolgte die Übergabe auf dem Marktplatz in Michelstadt. Voller Vorfreude und Neugier nahmen die Jugendlichen das Gespann in Empfang und nutzen den Auftritt gleich zum Probesitzen.
Im Beisein von Klaus Marquardt treffen sich nun die Jugendlichen regelmäßig und haben begonnen, das Gespann komplett zu zerlegen. Der Veteranenfahrzeugverband beteiligt sich mit einer finanziellen Unterstützung an der Restaurierung. Ziel dieses Projekts ist es, 2012 mit dem von den Jugendlichen aufgebauten Gespann, an den DHM-Läufen teilzunehmen.
Das zweite bemerkenswerte Projekt leitet Thomas Trapp, Vizepräsident des Vetera-nenfahrzeugverbands und Geschäftsführer der Harley Factory in Frankfurt am Main. Am 01.11.2011 startete Thomas Trapp das „Azubiprojekt 2011/2012“. Im Rahmen ihrer beruflichen Ausbildung restaurieren die beiden Auszubildenden Steven Ahr und Benjamin Grimm, die sich in dem ersten bzw. dritten Ausbildungsjahr als Zweiradmechaniker befinden, erstmals ein Motorrad. Thomas Trapp hat eine Rennmaschine der Marke Harley Davidson Two Cam aus dem Jahre 1929 erworben. Es handelt sich um eine ehemalige Rennmaschine, die alleine unter Begleitung des Werkstattmeisters neu aufgebaut und ebenfalls im kommenden Jahr bei historischen Motorsportveranstaltungen eingesetzt werden soll. Bei diesem Projekt sollen die Jugendlichen sich um alle Abschnitte der Instandsetzung, einschließlich der Ersatzteilbeschaffung und der Kalkulation der Kosten, eigenverantwortlich kümmern.
Das gesamte Projekt begann am 1.1.2011 und soll am 30.04.2012 beendet sein. Den Azubis steht wöchentlich während ihrer Arbeitszeit ein Nachmittag pro Woche zur Restaurierung der Maschine zur Verfügung. Interessenten können sich über das Fortschreiten der Arbeiten auf der Internetseite der Harley Factory in Frankfurt (www.harleyfactory.de) informieren.
Ein beispielhaftes Projekt, das wohl einmalig in Deutschland ist und dem Nachwuchs nicht nur die Möglichkeit gibt, an die Basis der Zweiradtechnik heranzuführen, sondern auch zur Erhaltung und Einsatz einer historischen Rennmaschine beiträgt.
Das dritte Objekt fördert Bernd Albert aus Laubach. Der leidenschaftliche Gespann-fahrer und diesjähriger Meisterschaftsdritte, fördert die Studenten Andreas Grüne-wald und Peter Bartnicki, mit denen er ebenfalls ein Gespann aufbaut. Auf der Basis einer BMW R 100 aus dem Jahre 1978 entsteht ein historisches Renngespann nach alter Bauart. So haben die Studenten einen Seitenwagen aus nahtlos gezogenem Rohr entwickelt. Die Anfertigung der Seitenwagenplattform, der Seitenwagenkanzel, Kotflügel und Schutzblech wurden aus Aluminiumblech geformt und zwar ohne Spezialwerkzeuge, sondern nur mit Eisenplatte und Hammer, am Schluss geschliffen und poliert. Das Ergebnis kann sich sehen lassen und entspricht der Handwerkskunst der dreißiger Jahre. Das Gespann befindet sich bereits kurz vor der Vollendung und wird ebenfalls 2012 bei der DHM starten. Auch dieses Objekt ist bemerkenswert, denn alleine so wird die alte Handwerkskunst nicht nur gelehrt, sondern auch an jüngere Interessenten weiter gegeben.
Alle drei Projekte zeigen, wie durch persönliches Engagement das Interesse der Jugendlichen gefördert und auch das Interesse am historischen Motorsport geweckt werden kann. Um den Jugendlichen für ihre Restaurierungsarbeiten zu belohnen und allen das Fahren von historischen Motorrädern zu ermöglichen, haben die Organisatoren der deutschen historischen Motorradmeisterschaft beschlossen, dass erstmals ab 2012 alle Nachwuchsfahrer bis zur Vollendung des 21. Lebensjahrs mit einer Rennmaschine die dem Reglement der DHM entspricht ohne Startgeld an allen eigen organisierten Veranstaltungen teilnehmen können. Dies soll dazu führen, dass jungen Leuten die Möglichkeit gegeben wird Motorsport zu zumutbaren Bedingungen zu betreiben.
Das Projekt der DHM ist in Deutschland einzigartig und ist zunächst auf zwei Jahre beschränkt. Mit diesem „Bonbon“ können nunmehr auch Jugendliche ihr Interesse am historischen Motorsport entdecken. Es bleibt abzuwarten, ob der Funke für den historischen Motorsport überspringt.

Helfen, wenn es einem selber gut gehtFreunde der DHM sammeln 2012 wieder für die Kinderkrebshilfe
2012 wird für alle Freunde der Deutschen Historischen Motorradmeisterschaft ein gutes Jahr, was der Stand der derzeitigen Planungen und Aktivitäten bereits erkennen lassen.
Natürlich soll auch in diesem Jahr die Unterstützung der Deutschen Kinderkrebshilfe e.V. wiederholt werden. 2011 konnten alle Freunde der DHM Aufkleber erwerben. Mit dieser Aktion konnte eine Spende in Höhe von € 2.000,00 erzielt werden.
Unter dem Motto, „Helfen, wenn es einem selber gut geht“ beginnt die Spendenaktion 2012 pünktlich zum Jahresbeginn.
Dieses Jahr gibt es zunächst einen Aufkleber in limitierter Auflage, die auf die 12. Deutsche Historische Motorradmeisterschaft 2012 hinweist. Hinzu kommt ein Button, mit dem jeder seine Zugehörigkeit zur DHM bekräftigen kann. Schließlich gibt es einen magnetischen Flaschenöffner, mit dem bekannten DHM Logo, der als nützlicher Helfer auf keiner Rennstrecke fehlen darf.
Der Aufkleber kostet € 3,00, der Button und der Flaschenöffner jeweils € 4,00. Alle drei Teile gemeinsam kosten € 10,00. Zu erwerben sind die Artikel bei allen Veranstaltungen der DHM und direkt bei der DHM-Pressestelle.
Bedürftigen Kindern mit einer kleinen Spende zu helfen, ist das was Motorsport unter Freunden auszeichnet.

Fröhliche Weihnachten und ein gutes neues Jahr
Fröhliche Weihnachten und ein gutes neues Jahr !
Ein Satz den man am Jahresende überall hört. Das Wort Dankeschön hört man allerdings nur selten. Dabei gibt es oft genug Gründe auch mal danke zu sagen.
Bei der Deutschen Historischen Motorrad-meisterschaft gilt der Dank all denen, die sich alljährig damit befassen, dass unsere geliebte historische Motorsport-serie aufrecht erhalten und stets zuverlässig organisiert wird.
Deshalb möchte ich mich hier im Namen aller Fahrer der DHM, zunächst bei allen Motorsport Clubs mit Ihren unzähligen Helfern bedanken, die für uns die Motorsportveranstaltungen austragen.
Ich möchte mich auch bei den Rennstreckenbetreibern bedanken, die uns die Möglichkeit geben, professionellen Motorsport auf professionellen Strecken zu betreiben.
Ich möchte mich bei dem Deutschen Motorsport Bund und deren Helfer bedanken, die immer für hohe Sicherheit und für einen geregelten Ablauf der Veranstaltung sorgen.
Ich möchte mich bei dem Veteranen Fahrzeug Verband bedanken unter dessen Namen die DHM ausgetragen wird.
Ich möchte mich bei allen Pressevertretern, ob bei den Zeitschriften, oder im Internet für die Berichterstattungen danken, die dazu beitragen, unsere Serie europaweit kund zu machen.
Ich möchte mich bei alle den Firmen bedanken, die mit Ihren Dienstleist-ungen für die DHM tätig werden und uns unterstützen.
Schließlich möchte mich bei allen den Personen aus den eigenen Reihen, bedanken die dem Orga-Team angehören. Sei es das Nennbüro, die Kassenführer, die technische Abnahme, die Transponderausgabe, die historische Abnahme oder auch die Auswertung. Alle Ihr tragt dazu bei, dass unsere Motorsportserie reibungslos funktioniert.
Namentlich möchte ich mich bei unserer Organisationsleitung, Dieter Wandelt, Theo Sattler und Thomas Trapp bedanken. Ihr haltet die ganze Mannschaft zusammen, organisiert das Team und steht für den Erfolg unserer Serie.
Euch allen wünschen wir Fahrer:
Fröhliche Weihnachten und ein erfolgreiches gutes neues Jahr 2012
Und vielen Dank für Eure Bemühungen 2011

€ 2000,00 für die Deutsche KinderkrebshilfeDie Spendenaktion der DHM war ein großer Erfolg
Gesundheit, ein hohes Gut was durch nichts zu ersetzen ist.
Teilnehmer der Deutschen Historischen Motorradmeisterschaft können ohne Fitness ihre Rennmotorräder und Gespanne nicht auf der Rennstrecke bewegen. Erstmals 2011 entschlossen sich deshalb alle Beteiligten sich derer zu besinnen, die aufgrund ihrer Krankheiten nicht am Motorradsport teilnehmen können. Unter dem Motto
„ Freunde des Historischen Motorradsportes sammeln für den guten Zweck“
konnten die historischen Motorsportfreunde rund 1000 Aufkleber gegen eine Spende erwerben und sich zu der größten historischen Motorsportserie in Deutschland bekennen. Von dem Erlös konnten am Ende € 2000,00 im November an die Stiftung der Deutschen Kinderkrebshilfe überwiesen werden. Eine Überweisung die man gerne ausführt.

Der VfV kürt seine Deutsche Meister
Es ist schon eine tolle Stimmung, wenn sich die Fahrer der Deutschen Historischen Motorradmeisterschaft zur Abschlussveranstaltung in Schotten treffen, um ihre Meister zu küren. Dabei war die Stadthalle in Schotten ein würdiger Rahmen, um Gerhard Fischer, der Gewinner der deutschen historische Motorradmeisterschaft 2011, den Meisterpokal zu überreichen.
Bei der Siegerehrung, bei der auch die Klassensieger gekürt wurden, galt es die letzten 55 Pokale zu verleihen, die als Lohn einer anspruchsvollen und langen Saison gelten. Allen Fahrern war die Freude über ihre Leistung anzusehen, wobei Joachim Grabitz mit gewohnter Kompetenz die Leistung der Fahrer würdigte.
Zwölf Wertungsläufe an sieben Rennwochenenden hatten die Fahrer im Jahre 2011 absolviert. Während dieser Zeit galt es nicht nur, dass historische Motorrad in einen technisch einwandfreien Zustand zu versetzen, diesen Zustand während der Saison zu erhalten, sondern auch die anspruchsvollen Strecken fehlerfrei und gleichmäßig zu befahren.
Eine weitere besondere Anerkennung verdiente an diesem Abend die Leiterin des DHM-Nennbüros. Ira Born hatte 15 Jahren ehrenamtlich und uneigennützig die wohl umfangreichste und wichtigste Arbeit der DHM übernommen und übergab ihr Amt mit Abschluss der Saison an ihre Nachfolger. Ira Born wurde mit lautem Beifall bedacht und für ihre unermüdliche Leistung von den Fahren mit einem Präsent gesondert geehrt.
Bereits am Vormittag trafen sich die Verantwortliche und Organisatoren der DHM nicht nur um ein Resümee zu ziehen, sondern auch Änderungen für das Jahr 2012 zu beschließen. Dabei ist im Ergebnis festzuhalten, dass 2012 dieselben Veranstaltungen wie 2011 stattfinden werden, ohne dass die Startgelder erhöht werden müssen. Warum sollen auch Veranstaltun-gen, die sich bereits über mehrere Jahre bewährten, verändert werden wo doch die Qualität der Rennstrecken den Fahrern abwechslungsreiches und anspruchsvolles fahren auf ihren historischen Schätzen verspricht.
Unter dem Motto, Motorsport unter Freunden auf alten Motorrädern, soll der Spaß die Freude und die Freundschaft auch 2012 im Mittelpunkt aller Veranstaltungen stehen. Dass dieses Motto auch tatsächlich für alle Fahrer sehr wichtig ist, zeigte die Saisonabschlussfeier in Schotten. Dem MSC Schotten darf an dieser Stelle wieder für sein Engagement und die Aus-richtung der Feier gedankt werden.
Alle Bilder zu der Veranstaltung sind in facebook unter Deutsche Historische Motorradmeisterschaft zu sehen.

Die 21. DHM ist entschieden.Es ist geschafft. Die Saison 2011 der Deutschen Historischen Motorradmeisterschaft ist abgeschlossen und die Sieger stehen fest.
Gesamtsieger der DHM ist Gerhard Fischer aus Heidelberg mit einer Triumph T100 aus dem Jahr 1948 mit 498 ccm Hubraum. Gegen rund 273, in die DHM eingeschriebene Fahrer, setzte sich Gerhard Fischer durch und schaffte es in 12 Wertungsläufen ein Ergebnis von nur 23,71 Sekunden Abweichung, von den von ihm vorgelegten Referenzzeiten einzufahren.
Bereits im Jahr 1970 hat Gerhard Fischer auf einer Yamaha an Juniorenpokal-Rennen teilgenommen. Nach einer Pause von mehr als 15 Jahren hat er Ende der 80er Jahre die Leidenschaft für den Motorradrennsport neu entdeckt. Zunächst fuhr er mit einer 500er Honda, da-nach sattelte er um und fuhr eine Triumph mit Seitenwagen. Mit diesem, von ihm selbst restaurierten Gespann nahm er zunächst in der Klasse M teil. Höhepunkt seiner Gespannlaufbahn war der Gewinn des UEM Europacups Vintage Regularity.
Im lauf der Zeit hatte er in seiner Werkstatt bereits genug Teile zusammen und baute sich eine Triumph Solomaschine auf, mit der er nun die Deutsche Historische Motorradmeisterschaft gewann. Die Post Vintage Rennmaschine wurde zunächst zu testzwecken parallel zu seinem Gespann eingesetzt. Im Jahr 2011 hat das Motorrad dann ohne technische Defekte an allen Wertungsläufen teilgenommen.
Die von Gerhard Fischer gefahrene 500er Triumph, 2 Zylinder, aus dem Jahre 1937 war in ihrer Zeit etwas ganz besonderes. In zahllosen Wettbewerben setzte sie sich gegen die vielen Einzylinder Maschinen durch. Viele dieser Maschinen wurden gerade deshalb nach dem Krieg zu Rennmaschinen umgebaut, bis schließlich dann die Firma Triumph einen eigenen Produktionracer, die „Grand Prix“ auf der Basis der T100 herausbrachte.
Gerhard Fischer ist mittlerweile 61 Jahre alt. Er ist leidenschaftlicher VfV-Fahrer und nimmt seit mehr als 20 Jahren an der DHM teil. Die Freude über den Gesamtsieg in der Meisterschaft war ihm anzusehen.
Platz 2 belegt ebenfalls eine Triumph. Edgar Rothenspieler aus Bad Laasphe nahm mit seiner Triumph BD 250 aus dem Jahr 1939 in der Klasse C teil. Er belegte mit einer Gesamtabwei-chung von nur 26,08 Sekunden von den Referenzzeiten den 2. Platz.
Bei der Triumph handelt es sich um einen Einzylinder Zweitakter mit 248 ccm Hubraum und einer Leistung von ca. 23 PS. Diese Motorräder wurden in den Jahren 1939 bis 1943 gebaut. Edgar Rothenspieler hat hiervon ein traumhaft schön restauriertes Motorrad, welches auf die, der damaligen Zeit entsprechenden Rennsporttechnik umgebaut wurde. Das ein solches Motorrad auch rennstreckentauglich ist, beweist Edgar Rothenspieler, der mit dem Motorrad auf dem 5,4 km langen Nürburgring bei nasser Straße, eine Rundenzeit von 3,48 Min. fuhr, was einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 80,941 km/h entspricht. Eine tolle Leistung, wenn man bedenkt, mit welch einer geringen Motorleistung und dem zeitgenössischen Fahrwerk, Edgar Rothenspieler die Grand Prix Strecke am Nürburgring meisterte.
Platz 3 der Deutschen Historischen Motorradmeisterschaft belegte diesmal wiederum ein Ge-spannfahrer. Bernd Albert, mit seinem Beifahrer Jens Daniel errang in der Klasse N ein Ge-samtergebnis von nur 27,91 Sekunden Abweichung. Bernd Albert aus Laubach, der aufgrund seines Humors im Fahrerlager gern gesehen ist, fährt eine BMW R50/2 mit 580 ccm aus dem Jahr 1964.
Bernd Albert gehört zu den beständigsten Gespannfahrern. So belegte er in der Saison 2011 viermal Platz 1, zweimal den Platz 2 sowie zweimal Platz 3, was ihm insgesamt den Klassen-sieg der Klassen M und N bescherte.
Das Regelwerk der DHM schreibt vor, dass bei einem Wertungslauf für den jeweiligen Fah-rer, die erste fliegende Runde nach dem Start, als Referenzzeit zu Grunde liegt. Je nach Streckenlänge werden danach 4,5 oder mehr Runden gewertet, die möglichst identisch mit der Referenzzeit sein sollten. Je geringer die Abweichung je besser ist das Ergebnis.
Insgesamt war die Deutsche Historische Motorradmeisterschaft auch im Jahr 2011 ein toller Erfolg und konnte an Größe zulegen. So wurden insgesamt an 8 Rennwochenenden auf 6 Rennstrecken, 1 Flugplatzkurs und einem Stadtkurs, 12 Meisterschaftsläufe ausgetragen. Insgesamt starteten während der gesamten Saison 1.610 Motorräder und fuhren in 15 Klassen 315 Pokale untereinander aus, wobei weitere 48 Pokale noch bei der Meisterfeier in Schotten verliehen werden.
Damit entwickelt sich die DHM nicht nur zur erfolgreichsten historischen Motorradsportserie in Europa, sondern wird zu einer Serie, in der 85 Jahre Motorradgeschichte von Fahrern zwischen 17 und 76 Jahren präsentiert wird.
Motorsport unter Freunden auf alten Motorrädern nimmt damit immer mehr zu und lässt sich auch in Krisenjahren nicht beeinflussen. Auftakt 2011 waren die Einstellfahrten in Oschersleben, wobei bereits über 130 Fahrer es nutzten ihre Motorräder auf die neue DHM-Saison vorzubereiten.
Der Saisonstart erfolgte dann im Mai, auf der in Frankreich bei Metz liegenden Rennstrecke, um den Großen Preis von Metz. Eine Strecke die jedem Fahrer mittlerweile ans Herz gewach-sen ist und in diesem 2. Jahr einen Teilnehmerfeld von mehr als 210 Motorrädern vermelden konnte.
Der MSC-Porz hat trotz des plötzlichen Todes seines 1. Vorsitzenden, Hans Kramer, den Kölner Kurs in kürzester Zeit organisiert und wie gewohnt ein tolles Rennwochenende auf die Beine gestellt.
Der Motorsportclub Jan-Wellem hat der DHM auf dem Flugplatzkurs Dahlemer Binz ein Rennwochenende unter Sonnenschein und besten Bedingungen beschert.
Der Börde Grand Prix in Oschersleben war ein weiteres Highlight bei dem rund 270 Fahrer an den Start gingen.
Danach ging es in das Finale mit 3 Großveranstaltungen. Der MSC Schotten, mit dem legen-dären Schottenring Grand Prix ließ die Herzen aller Motorsportfreunde höher schlagen. Kaum eine Rennstrecke wird so aufwendig für ein Rennwochenende hergerichtet, wie in Schotten. Dabei ist Gänsehautfeeling nicht nur für die Zuschauer, sondern auch bei den Fahrern aufgrund der tollen Atmosphäre angesagt.
Ein Höhepunkt für alle Fahrer war der Hockenheim Classics Grand Prix auf dem Hocken-heimring. Bei Temperaturen von rund 34°C kamen Fahrer und Maschinen an ihre Leistungsgrenzen.
Trotz allem ließen sich viele Fahrer nicht davon abhalten 1 Woche später auf dem Nürburg-ring, beim Jan-Wellem-Pokal, den der DAMC 05 veranstaltet hat, die letzten möglichen Punkte für die DHM einzufahren.
Insgesamt ist die DHM von den Erfolgen, ihren Fahrern, ihrer Organisatoren und den Motor-sportbegeisterten gekrönt. Die Vorbereitungen für das Jahr 2012 haben bereits begonnen. Auch 2012 lautet das Motto wieder „Motorsport auf alten Motorrädern unter Freunden“ .
Bei der Meisterschaftsfeier in Schotten am 29.10.2011 werden viele Fahrer den Abschluss der Saison 2011 feiern, bei der nicht nur die Gesamtmeister sondern auch alle Klassensieger gekürt werden.
Alle Ergebnisse der Gesamtmeisterschaft und der einzelnen Klassensieger sind unter www.vfv-historik-motorrad.de einzusehen.

Jan Wellem Pokal, das Beste kommt zum SchlussJan Wellem ist die Abkürzung für Johann Wilhelm von Pfalz-Neuburg, der von 1658-1716 Kurfürst der Pfalz war. Im Sprachgebrauch wurde der Kurfürst Jan Wellem genannt.
Am Wochenende vom 08.-11.09.2011 veranstaltete der Düsseldorfer Automobil- und Motor-sportclub 05 e.V., das ADAC-Eifelrennen um den Jan-Wellem-Pokal. Eine Veranstaltung, in der neben den vielen Rennserien des Automobilsports auch die Deutsche Historische Motorradmeisterschaft teilnahm.
Neben historischen Tourenwagen, Formelfahrzeugen, Formel 1 Fahrzeugen, Vorkriegsfahr-zeugen und den verschiedenen Sonderläufe, haben rund 166 Fahrer der Deutschen Historischen Motorradmeisterschaft an der Veranstaltung teilgenommen.
Der Zeitplan war an diesem Wochenende voll, da rund 1.000 Teilnehmer auf zwei, drei und vier Räder, an diesem Wochenende auf dem Nürburgring, ihrem Motorsporthobby nachkom-men wollten. Bereits am Donnerstag wurde das Fahrerlager „knacke voll“, so dass kaum noch ein Fahrzeug Platz fand. Dies förderte allerdings das Gemeinschaftgefühl und jeder rückte zusammen, so dass am Ende jeder einen Platz für sein Renngefährt fand.
Während dem gesamten Wochenende fand ein sehr umfangreiches und abwechslungsreiches Programm statt, in dem jegliche Form von Motorsport dem Zuschauer präsentiert wurde.
Die Fahrer der DHM- Fahrer haben ihre beiden letzten Wertungsläufe zur Deutschen Historischen Motorradmeisterschaft ausgetragen.
Leider hat es der Wettergott nicht sehr gut gemeint. Bei dem gesamten Pflichttraining am Freitagvormittag regnete es, was bei den Fahrern höchste Konzentration erforderte.
Ganz anders war es am Samstag. Nach einem dichten Nebel früh morgens, entwickelte sich der Tag zu einem herrlichen Spätsommertag mit Temperaturen um 25°C, so dass man mit dem Motorrad wunderbar den Nürburgring genießen konnte. Auch der Sonntagvormittag bei angenehmen Temperaturen um 18°C ließ die Herzen aller Solofahrer höher schlagen. Leider konn-ten dies die Gespannfahrer nicht genießen. Diese mussten am Nachmittag, nachdem der Wettergott die ssöffnete, im strömenden Regen um Meisterschaftspunkte kämpfen. Der Nürburgring ist halt für das wechselnde Eifelwetter bekannt.
Gesamtsieger und Gewinner des Jan-Wellem-Pokals unter den Motorrädern wurde das Gespann von Erich Fritz aus Walldorf mit seinem Beifahrer Lothar Zeh aus Hockenheim auf einer BMW R 50/2 aus dem Jahre 1969. Mit einer Rundenzeit von 3:26 min umrundeten sie den Grand Prix Kurs und hatten dabei nur 3,60 Strafpunkte eingefahren. Die Sieger erhielten außer einem riesigen Pokal auch eine Uhr der Marke Elysee, sowie einer Reiterstandbild des Jan Wellem, das sich auch auf Düsseldorfs Marktplatz befindet.
Insgesamt war der Jan Wellem Pokal auch für die DHM eine sehr erfolgreiche Veranstaltung und ein würdiger Abschluss für die Deutsche Historische Motorradmeisterschaft 2011.

Hitzeschlacht am Hockenheimring36 C° im Schatten zeigte das Thermometer um 14.00 Uhr am Samstag an. Am Sonntag herrschte nach dem nächtlichen Regen eine unerträgliche Schwüle. Da fällt es einem schon schwer Lederkombi, Rückenprotektor, Helm und Handschuhe anzuziehen. Fährt man dann zum Vorstart vor, an dem man einige Minuten warten muss, merkt man langsam wie einem das Wasser am Körper herunter läuft. Mancher Fahrer fragt sich dann wohl, warum man sich so etwas antut und nicht mit dem Zuschauer der am Rande steht und eine kalte Cola schlürft tauscht.
Doch als dann die Strecke freigegeben und es durch die Boxengasse auf die Rennstrecke ging, waren sämtliche Zweifel an das eigene Tun vergessen. Das Schwitzen hatte sich gelohnt, ging es doch auf eine der berühmtesten Rennstrecke in Deutschland.
Der 34. Classic Grand Prix, am 03. - 04. September 2011 wurde zum Meilenstein des Jahres 2011. Der Veteranen Fahrzeug Verband zusammen mit dem Badischer Motosportclub e.V. als Ausrichter, entfachte sich zu einem der größten Veranstaltungen im historischen Zwei- und Dreiradsport in Europa. Insgesamt starteten 346 Motorräder aus der Deutschen Historischen Motorradmeisterschaft, wovon 65 Gespanne waren.
Zu dem Rahmenprogramm gehörten noch 40 Rennmotorräder aus dem Motorsportmuseum Hockenheimring. Hinzu kamen 50 weitere Fahrzeuge des VfV-Sonderlaufs für besondere Rennsportmotorräder. Somit waren weit über 400 Motorräder vor Ort. Hinzu kamen noch die Zielfahrer sowie die Autoserie mit den Fahrzeugen der GLP-Pro des Veteranen Fahrzeug Verbandes.
Der Hockenheim Grand Prix gehört zu den größten Veranstaltungen der Deutschen Historischen Motorradmeisterschaft, was wiederum zeigt, dass echte Rennstrecken wie der Hockenheimring viele Fahrer anzieht.
Aus dem gesamten Umland kamen die Fahrer. So wurden Fahrer aus Spanien, England, Frankreich, Holland, Belgien, Italien, Schweiz und Tschechien gesichtet, wobei die große Anzahl der Schweizer Motorradfreunde zum Gelingen der Veranstaltung beitrugen.
Trotz der großen Hitze war die Freude am Fahren jedem anzusehen und man war sich am Ende einig, dass Motorsport auf alten Motorrädern unter Freunden die Anstrengung in jedem Fall wert war.
Ansehnlich war nicht nur die Leistung der Fahrer, sondern auch das Motorradmaterial was an die Rennstrecke kam. Production Racer, Werksmaschinen, Langstreckenfahrzeuge und viele traumhaft schöne Maschinen die Erinnerungen an vergangene Rennporttage weckten. Hinzu kommen die vielen Grand Prix Fahrer und Meister aus den verschiedenen Klassen.
34. Hockenheim Classic Grand Prix ist eine der best organisierten Historienveranstaltung für alle historischen zwei und dreirädrigen Rennsportfahrzeuge, bei der es egal ist, ob man als Zuschauer, Fahrer oder Aussteller teilnimmt. Das Erlebnis Motorsport ergreift hier jeden.
Eine Bildergalerie ist in facebook unter Deutsche Historische Motorradmeisterschaft zu finden
